„Mit Jugend­li­chen offen über Sexua­li­tät reden.“

Geschrieben von Sebastian Schwarz

Erstellt: 15. Februar 2010

Sexu­al­päd­ago­gi­sche Arbeits­hil­fe bie­tet Metho­den und Anre­gun­gen für Jugendgruppen

Eine umfang­rei­che Arbeits­hil­fe zum The­ma Sexu­al­päd­ago­gik ver­öf­fent­licht die Katho­li­sche Jun­ge Gemein­de (KjG) heu­te auf ihrer Home­page www​.kjg​.de. Der Kin­der- und Jugend­ver­band wirbt damit für eine offe­ne und vor­ur­teils­freie The­ma­ti­sie­rung von Sexua­li­tät in der kirch­li­chen Jugend­ar­beit. Nur ein Kli­ma von Ver­trau­en kann nach Ansicht der KjG zur Prä­ven­ti­on von sexua­li­sier­ter Gewalt beitragen.

„Ers­te All­ge­mei­ne Ver­un­si­che­rung?!“ ist die Samm­lung von fast hun­dert sexu­al­päd­ago­gi­schen Metho­den über­schrie­ben. Die Arbeits­hil­fe will Grup­pen­lei­te­rin­nen und Grup­pen­lei­tern hel­fen, mit Jugend­li­chen über Lie­be und Sexua­li­tät ins Gespräch zu kom­men. So sol­len Jugend­li­che ermu­tigt wer­den, auf Basis des christ­li­chen Men­schen­bil­des ihre sexu­el­le Iden­ti­tät unvor­ein­ge­nom­men zu entwickeln.

„Das Bekannt­wer­den zahl­rei­cher Miss­brauchs­fäl­le in letz­ter Zeit bestä­tigt auf erschüt­tern­de Wei­se unse­re Grund­sät­ze: Dass nur Offen­heit und Trans­pa­renz die Basis einer gelin­gen­den Sexu­al­erzie­hung sein kann“, erklärt Alex­an­dra Schmitz, Bun­des­lei­te­rin der KjG zu der Ver­öf­fent­li­chung. „Dazu muss man die Lebens­welt der Jugend­li­chen wahr- und ernst neh­men. Nicht vor­schnel­le Urtei­le, Gebo­te und Ver­bo­te, son­dern sach­li­che Infor­ma­tio­nen und genau­es Hin­se­hen schaf­fen Ver­trau­en und Sicher­heit.“
Die Metho­den der Arbeits­hil­fe sind the­ma­tisch geord­net in Modu­le wie „Wer­te und Nor­men“, „Lie­be und Part­ner­schaft“ oder “Sexu­el­le Viel­falt“. Geeig­ne­te Metho­den fin­den sich dort für die unter­schied­lichs­ten Grup­pen­kon­stel­la­tio­nen und Situa­tio­nen. Zu den Modu­len gibt es jeweils eine Ein­füh­rung in jugend­ge­rech­ter Spra­che. Wei­ter­füh­ren­de Links und Tipps sowie ein Glos­sar ergän­zen den hohen prak­ti­schen Nutz­wert der Arbeitshilfe.

Beson­de­res Augen­merk gilt der Prä­ven­ti­on von sexua­li­sier­ter Gewalt, mit der sich eigens ein Modul beschäf­tigt. Die Arbeits­hil­fe nimmt dabei die beson­de­re Ver­ant­wor­tung der jun­gen Lei­te­rin­nen und Lei­ter in den Blick, die aus ihrem Ver­trau­ens­ver­hält­nis zu den Jugend­li­chen erwächst.

„Jugend lei­tet Jugend“ ist ein zen­tra­les Prin­zip katho­li­scher Jugend­ver­bands­ar­beit“, erläu­tert Alex­an­dra Schmitz den Anspruch der KjG. „Mit der Arbeits­hil­fe qua­li­fi­zie­ren wir unse­re Grup­pen­lei­te­rin­nen und ‑lei­ter auch auf dem Gebiet der Sexu­al­päd­ago­gik und befä­hi­gen sie damit, den Jugend­li­chen auf die­sem für sie so wich­ti­gen Feld Rede und Ant­wort zu stehen.“

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